Terra Libra: Alternativer Handel in der Bretagne

Die zapatistische Bewegung ermutigt uns, dass wir auch hier in Frankreich unsere eigene Autonomie errichten können. Interview

 431 september 2018 Dorit Siemers und Luz Kerkeling, Zwischenzeit e.V.

Die Mitarbeiter*innen von Terra Libra, einem kleinen Betrieb bei Rennes in der Bretagne/Frankreich, haben ihre Kritik am herrschenden weltweiten Handelssystem 2006 in eine Alternative umgesetzt und alternative Handelsstrukturen mit verarbeiteten Produkten aus der Region und anderen Teilen der Welt aufgebaut. Eine möglichst faire Bezahlung für die Produzent*innen und eine ökologische Anbauweise sind die grundlegenden Prinzipien des engagierten Betriebs. Terra Libra beliefert auf wöchentlichen Touren durch die Bretagne ihre Kund*innen und nimmt gleichzeitig Produkte von den Produzent*innen mit ins Warenlager. Weiterlesen

Selbstverwaltung in Nordsyrien

Rojava - Hoffnungen und Grenzen. Ein Interview mit der Anarchafeministin Pınar Selek

 430 sommer 2018  

In dieser GWR beleuchten wir auch durch Reiseberichte von Michael Wilk und Rudi Friedrich die Situation insbesondere der Antimilitarist*innen, Menschenrechtsaktivist*innen und Kurd*innen in Syrien und in der Türkei. Den Auftakt dieses Schwerpunkts liefert das folgende Interview mit Pınar Selek zu den Hoffnungen und Grenzen der kurdischen Selbstverwaltung in Rojava. Weiterlesen

Kämpfe für freies Leben

ZAD-Notre-Dames-des-Landes. Ursachen, Abläufe und Konflikte bei den Räumungen in Frankreich

 430 sommer 2018 Camille

Im Januar 2018 wurde das Projekt Großflughafen Notre-Dames-des-Landes (NDDL) bei Nantes von der französischen Regierung nach jahrzehntelangem Widerstand aufgegeben (vgl. GWR 426). Vom 9. bis 16. April wurden 29 der ca. 100 verbliebenen illegalen Höfe und Projekte selbstverwalteten Lebens und Arbeitens auf dem Gebiet ZAD (Verteidigenswerte Zone) brutal geräumt. Weitere zehn Räumungen fanden Mitte Mai statt. Die Aktivistin Camille war dabei und berichtet. (GWR-Red.) Weiterlesen

Rojava – nach der türkischen Invasion in Afrin

Ein Reisebericht

 430 sommer 2018 Michael Wilk

Dr. Michael Wilk, Notarzt und Psychotherapeut, reist seit 2014 regelmäßig nach Rojava/Nordsyrien. Er unterstützt dort den Kurdischen Roten Halbmond Heyva sor a kurd, der ein wesentliches Element der Gesundheitsversorgung in der Region darstellt. Hsak betreibt Ambulanzen und Apotheken, unterstützt Krankenhäuser, versorgt die Bevölkerung in Kampfgebieten und stellt die medizinische Hilfe in Flüchtlingslagern sicher. Bei seinem vorletzten Aufenthalt war Michael Wilk in Rakka, wo er als Notfallmediziner Verletzte versorgte und HelferInnen von Hsak ausbildete. Im März 2018 reiste er erneut in den Irak und Syrien. Über das Sinjar-Gebiet, wo er die Hilfsorganisation Hoffnungsschimmer in medizinische Fragen bei der Unterstützung jesidischer Projekte beriet, fuhr er weiter nach Rojava und von hier mit einem Hilfskonvoi in die Region Afrin/Schahba. Weiterlesen

Die Auferstehung des Osmanischen Reiches?

Ein Besuch in der Türkei in Zeiten der Unterdrückung und des Krieges

 430 sommer 2018 Rudi Friedrich

Auf den ersten Blick merkte man im März 2018 in Istanbul nicht viel davon, dass sich die Türkei im Krieg befand. An der Passkontrolle wartete eine lange Touristenschlange. Alles lief normal. Einkaufsstraßen wie Istiklal waren überfüllt. Als wir jedoch die Metro nahmen, mussten wir in der Station Yenikapı umsteigen. Hier präsentierte sich uns eine kriegs- und militärverherrlichende Ausstellung. Weiterlesen